Der Werdegang des Fuchsbaus

- 80 Jahre Gastronomie -

Rückblick

Der Fuchsbau ist eine der jüngsten hiesigen Wirtschaften. In einem Protokoll des Bezirksrates Aalen vom 21. März 1927 wird berichtet, dass Anton Fuchs, Bierbrauer aus Ellenberg, den Antrag stellte, in seinem neu erbauten Gebäude, Röthardter Strasse Nr. 10, heute Spieselstrasse Nr. 8, eine Schenkwirtschaft für den Verkauf von Wein, Bier, Most und Branntwein eröffnen zu dürfen. Am 24. März 1927 wurde die Genehmigung erteilt, nachdem schon vorher der hiesige Gemeinderat die Bedürfnisfrage bejaht hatte.


Das Foto zeigt das Gebäude in der ursprünglichen Gestaltung. Rechts der Eingang zur Wirtschaft und zum Nebenzimmer, links befand sich der Zugang zur Metzgerei.

Wasseralfingen zählte damals 4633 Einwohner und hatte 4 Gastwirtschaften, 17 Schenkwirtschaften, 22 Flaschenbierhandlungen, und 3 Werkskantinen. Im neuen Fuchsbau gab es 1 Wirtschaftszimmer, 7 x 5,30m, und ein Nebenzimmer, 4,70 x 4,60m gross. Der erste Stock wurde von der Familie Fuchs bewohnt. Der Bierumsatz für das Jahr 1932 wurde mit 42 352 Litern genannt, wobei der Fuchsbau mit an der Spitze der hiesigen Wirtschaften stand

Fuchs versuchte ab 1933 immer wieder, die ihm erteilte Wirtschaftskonzession auf die neben seinem Anwesen liegende Parzelle 582/6 auszudehnen, damit er dort eine Kegelbahn bauen und eine Gartenwirtschaft einrichten könnte. Nach längerem Hin und Her und nachdem er auf die Kegelbahn verzichtet hatte, wurde ihm am 15. August 1935 vom Württembergischen Wirtschafts-ministerium in Stuttgart eine Ausnahmebewilligung von der bestehenden Gast-stättenerlaubnissperre, und zwar für die Errichtung einer Gartenwirtschaft, erteilt. Er erstellte ein großes Gartenhaus und richtete das Gelände mit einer schönen Blumenbepflanzung festlich her. Der Erfolg blieb nicht aus; der Fuchsbau wurde ein von nah und fern besuchtes Einkehrlokal

Anton Fuchs starb 1953; er hatte den Fuchsbau in wenigen Jahren zu einer gut florierenden Gaststätte gemacht, in der sich besonders die Rentner heimisch fühlten. Ab 1951 führte Tochter Ida, verheiratet mit Metzgermeister Otto Graf den Fuchsbau in bewährter Weise fort

Infolge der Erkrankung des Gatten wurden Gaststätte und Metzgerei 1966 an Metzgermeister Josef Köder zunächst verpachtet und 1976 verkauft. Zusammen mit seiner Familie führt Köder die gute Tradition in bester Weise weiter. der Fuchsbau ist eine der bestgehenden und beliebtesten hiesigen Gaststätten

(Wirtschaften in Wasseralfingen, Emil Fischer, 1998, Druckerei Opferkuch)

Im Wandel

Seit 1998 führt die Tochter Maria, verheiratet mit Herbert Stock den Fuchsbau und die Metzgerei. Maria Stock ist seit 1993 Küchenmeisterin und hat in 4 verschiedenen Betrieben in Frankfurt, Südtirol, Bad Gosbach und Nürnberg ihre Kenntnisse vertieft und erweitert. Während Ihrer Ausbildung errang Sie 1986 den 1. Platz beim Ostalb Köpf Pokal, im Jahr 1989 wurde Sie Sieger des Otto-Schütz-Pokales der jährlich im Rahmen der Intergastra in Stuttgart ausgetragen wird. Den 2. Platz errang Sie 1992 bei der Prämierung der Goldenen Kochmütze Baden Württemberg.

Auch sind die zwei weiteren Töchter Claudia und Elke Köder voll im Betrieb integriert. Fleischermeister Anton Nuding ist Betriebsleiter der Metzgerei und ist für die Wurstqualität und Produktion verantwortlich.

Der Fuchsbau wurde im Frühjahr 2005 grundlegend renoviert und um einen Anbau an der Nordseite erweitert.

Heute bietet der Fuchsbau insgesamt Platz für 90 Gäste. Im neu erstellten Anbau – dem Wintergarten – können Feierlichkeiten für bis zu 35 Personen angeboten werden.

Der Fuchsbau nach Dachsanierung des Gebäudes im Jahr 2017. In einem kleinen Biergarten wird 

Eine gemütliche und behagliche Atmosphäre lädt zum Wohlfühlen ein

Genießen Sie frohe Stunden mit Familie und Freunden in unserem Lokal

Das Nebenzimmer (Bild unten) eignet sich für die unterschiedlichsten Anlässe.

Ob Geburtstagsfeier, Versammlung, Abteilungsfeier oder Jubiläum,
der lichtdurchflutete Raum ist ideal dafür.